Social Media Trends, die 2017 rundum verändern werden

Social Media, Marketing

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Derzeit werden rund 2,5 Billionen aktive Social Media Nutzer weltweit verzeichnet, deren Anzahl jährlich um satte 9% wächst. Auch zwischen den Videodiensten herrscht ein Wettrennen, wer die meisten und vor allem die relevanteste Zielgruppe für die Werbetreibenden für sich beanspruchen kann. Unter den Videodiensten führen unangefochten Snapchat und Instagram. Die Social Plattform Facebook verändert sich hingegen zur Austausch Plattform für Erwachsene.

Facebooks Frontalangriff auf SnapInc

Während sich der Mediengigant aus Venice Snap Inc. auf die junge Generation Z fokussiert, versucht Facebook als Newsaustausch und Kommunikationsplattform die breitere Masse anzusprechen.

Nachdem Facebook die App Snapchat im Jahr 2013 für drei Milliarden Euro aufkaufen wollte und sich Snapchat bei weitem unterschätzt fühlte, ist die App aus Kalifornien mittlerweile mehr als 25 Milliarden Euro wert. Und was ist für ein Unternehmen wie Facebook in der Größenordnung der logischste Schritt, wenn ein potenzieller Konkurrenten nicht gekauft werden kann? Ganz klar: Alle Features werden kopiert.

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Facebook hat bereits im dritten Quartal 2016 bewiesen, dass etliche Filter von Snapchat und Video-Telefonoptionen für sich beansprucht werden können. So versuchte Facebook bereits im Oktober 2016 die Funktion „Day” einzuführen, die Chat-Nachrichten innerhalb des Messengers nach 24 Stunden von selbst löscht. Bekannt war der Frontalangriff auf Snapchat nur in Polen und Australien. 2017 wird der Druck auf den Programmierern liegen, wer die attraktiveren Features für die Nutzer erstellen sowie schnellstmöglich umsetzen kann, um die Nutzer am Ball zu halten und den Konkurrenzkampf zu bestehen.

Geofilter für Unternehmen

Auch, wenn die Geofilter noch in den Kinderschuhen stecken, und Snapchat-Pioniere die Vorteile eines Netzwerks von hundertfünfzig Millionen täglich aktiven Nutzer und mehr als zehn Milliarden Video-Ansichten beanspruchen, haben die meisten Marken noch nicht herausgefunden, wie die Verwendung von Geofiltern in einer effektiven Weise funktionieren können.

Diese können vor allem 2017 die Firmenpräsens in der jungen Zielgruppe stärken, um sich direkt mit den Nutzern auf reale und kreative Weise zu verbinden. So bietet die App aus Kalifornien benutzerdefinierte Filter, um Kunden massives Engagement zu gewährleisten.

Was ist also ein Snapchat-Geofilter? Ein Snapchat-Geofilter ist ein Bild, das ein Snapchat-Bild oder -Video überdeckt. Der Overlay-Filter kann eine Firmennachricht oder ein Firmenlogo umfassen und bietet, wenn es verwendet wird, die Möglichkeit, eine exponentielle Menge an Snapchattern das jeweilige Unternehmen zugänglich zu machen. Nicht zuletzt durch die Tatsache, dass 9.000 Snaps pro Sekunde (das sind 777.600.000 Snaps pro Tag) von den Usern geposted werden. Am relevantesten und überraschendsten zugleich ist der Anstieg der Werbeeinnahmen.

Die App generierte 341,88 Millionen EUR Ad-Einnahmen weltweit im Jahr 2016, ein Plus von 519 Prozent ab 2015. Diese Zahl wird voraussichtlich 872,18 Millionen EUR im Jahr 2017 steigen. Doch was steckt hinter dem Anstieg? Laut eMarketer Analytikerin Cathy Boyle: „Werbetreibende sind für Snapchat durch die breite Reichweite zwischen jungen Millenials und der Generation Z attraktiv geworden, die wertvolle demografische Zielgruppen liefern”. 

Mehrwert Augmented und Virtual Reality

Die plötzliche Popularität des Smartphone-Spiels Pokémon Go hat der Augmented Reality wohl den größten Wachstumsschub verpasst. Die Technologie umfasst allerdings mehr als nur ein Spiel. Bereits im medizinischen Bereich wurden bei Operationen dreidimensionale computergenerierte Nachbildungen von Körperteilen von Chirurgen genutzt. Zwar hat sich der Trend in den Unternehmen noch nicht durchgesetzt, sollte aber in einer digitalen-kompetitiv zunehmenden Welt nicht außer Acht gelassen werden.
Virtual Reality hingegen bietet Nutzern die Chance in eine 3D-animierte Welt in Form eines Spiels oder Films einzutauchen. Nach einer neusten Studie von Bitkom und Deloitte hat fast jeder zehnte Deutsche ab 14 Jahren bereits eine VR-Brille getestet. Für 2017 lässt sich zusammenfassen, dass es speziell Neuerungen auf qualitativer Ebene geben wird. So werden die Displays der Brillen auf 4K und HDR-Screens optimiert, um die Koordination mit der Visualisierung für den Nutzer noch zugänglicher zu gestalten.

Virtual

Videos werden weiterhin einen phänomenalen Anstieg in 2017 verzeichnen

Während Content-Marketing schon als Mainstream bezeichnet wird, werden dieses Jahr mehr Nutzer denn je Live-Videos oder Inhalte auf YouTube generieren. Mit 4G wird es die Norm werden, dass wir immer mehr Videos in unseren News-Feeds sehen werden. Mehr als 50% der mobilen Daten sind bereits durch Videos dominiert und die Entwicklung geht rasant weiter. Facebook plant derzeit einen eigenen Video-Tab in ihre Apps in einem großen Re-Design hinzuzufügen, um die Nutzer von anderen Videoplattformen komplett auf Facebook zu lenken. Die Leichtigkeit, mit der Menschen streamen, wie z.B. dem Streaming-Live-Dienst Periscope, hat fast alle Barrieren auf Publisher -und Leserseite überwunden. Periscope lockt mit Erfolg damit, „die Welt durch die Augen anderer zu entdecken” und erobert die Herzen der User mit den kurzen, nutzerfreundlichen Live-Videos.

Nutzerbasiertes E-Mail Marketing

Digital Marketing im Jahr 2017 wäre alles über segmentierte & Verhaltens-basierte E-Mail-Marketing. Da die Konsumenten mehr Marken online abonnieren, ist das Volumen der E-Mails, die ihre Posteingänge schlagen, erst in den vergangenen Jahren gestiegen. Dies führte zu höheren Abo -und niedrigeren Öffnungsraten. Die User achten nicht auf Ihre E-Mails, wenn diese nicht für sie sinnvoll erscheinen. Um dies zu umgehen, wäre es der beste Weg, ihre Newsletter-Abos auf Konsumentenverhalten zu basieren und individuelle E-Mails zu verschicken, die auf bestimmte Gruppen ausgerichtet sind. Sobald die User merken, dass die gesamte E-Mail-Kommunikation, die sie von einer Marke erhalten, für sie relevant und nützlich ist, werden die Öffnungsraten explodieren.

Der Kampf gegen Fake-News

Jährlich nutzen mehr und mehr Menschen, vor allem Millenials das Internet, als ihre wichtigste Nachrichtenquelle anstelle von Fernsehen, Zeitung oder Radio. Infolgedessen gab es eine Zunahme der „gefälschten Nachrichten“ von den Aufstellungsorten, die bewusst falsche Informationen über gegenwärtige Fälle veröffentlichen und zirkulieren. Facebook hat kürzlich in Deutschland mit dem Rechercheverbund Correctiv einen ersten Partner gefunden, der als „Fake-News“ deklarierte Inhalte prüfen und ggf. markieren soll. Dies funktioniert, in dem Nutzer mögliche Falsch-Meldungen mit drei Klicks melden können. Unabhängige Partner prüfen die Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt.
Das weltgrößte soziale Netzwerk von Mark Zucherberg ist auf der Suche nach weiteren Faktencheckern und hat kürzlich weitere deutsche Medien (ARD, ZDF, Spiegel Online und ironischerweise die Bild-Zeitung), angefragt, ob sie eine Partnerschaft eingehen. Weitere Zusagen gibt es neben Correctiv noch nicht. Es bleibt also spannend.

Gastautorin:
Marisa Hinrichs ist Journalistin, Musik Enthusiastin und Digital Marketing Consultant in Berlin. Sie berät Publisher und Firme rund um die Themen Digitale Strategie, Medien Monetarisierung und Social Media Monitoring.

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